Roman Opałka (1931 – 2011)

Roman Opałka. Détail-4358721-4361280

Lot 265. Roman OPALKA (1931 – 2011). OPALKA 1965/1-infini DETAIL 4358721-4361280 (Carte de voyage) – 1965. Encre sur papier. Signé, daté et titré au dos “Opalka, 1965, 1-infini, Détail-4358721-4361280, 2″h: 32,80 w: 23,80 cm. Provenance : Galerie Isy Brachot, Bruxelles (acquis directement auprès de l’artiste). Collection Christine Lechanjour. Expositions : Dunkerque, Ecole d’Art, “Opalka 1965/1-infini”, juin-juillet 1990, reproduit p. 90. Nice, Galerie Le Chanjour, “Roman Opalka”, 1990. Bibliographie : Cette œuvre sera incluse dans le Catalogue Raisonné de l’œuvre de l’artiste, actuellement en préparation par Monsieur Michel Baudson sous le n°Dcv 416. Commentaire : Ink on paper; signed, dated and titled on the reverse. Estimation 50 000 – 70 000 €. Artcurial. 06/28/21. Sold 60,000 euro

Jedni uważali i nadal uważają go za geniusza a inni uważali go i nadal uważają za hochsztaplera. Roman Opałka malował cyfry i liczył w tym sposób na płótnie przemijający czas. Czyż nie należy kontynuować pracy artysty przerwanej śmiercią? Osobiście wolę czas mierzony Komedią ludzką Balzaka czy Trylogią Sienkiewicza od wpatrywania się w liczby na płótnie. Jacek Malczewski mierzył się z czasem na swój sposób a Roman Opałka na swój. Jak to im wyszło to niekoniecznie trzeba pytać współczesnych krytyków bo można w sposób cichy (bez Twitera czy Facebooka) mierzyć to bezkompromisowo własnymi wartościami.

Roman Opałka. Detail 3727947-3730729

Lot 927. Roman Opalka. 1965/1-∞ Detail 3727947-3730729. Tinte auf Velin. 1965. Ca. 33 x 24 cm. Verso signiert, datiert und betitelt. Das Jahr 1965 markiert eine wichtige Zäsur im Werk des polnisch-französischen Künstlers Roman Opalka. Damals noch in Warschau lebend, beginnt er mit der Arbeit an seinem Hauptwerk – seinem Lebenswerk: „1965 / 1 – unendlich“. Mit titanweißer Farbe schreibt er in die obere linke Ecke einer dunkel grundierten Leinwand die Zahl „1“ und fährt fort, von links nach rechts unendlich weiter zu zählen. Ab 1972 dokumentiert er die Entstehung jeder Arbeit durch das Aufsprechen der Zahlen auf Tonband. Im Laufe der Jahre wird Opalkas Konzept immer strenger, die Leinwände müssen alle die gleiche Größe haben, am Ende jedes Arbeitstages fotografiert er sich selbst im offenen, weißen Hemd vor seinem Tagwerk. 1972 beschließt er zudem, die Grundierung von Leinwand zu Leinwand um 1 % aufzuhellen. Schließlich sind die Ziffern kaum mehr wahrzunehmen. Bis zu seinem Tod entstehen so 233 „Details“ auf Leinwand bis zur Zahl 5.607.249. Ist er unterwegs oder auf Reisen, nutzt Roman Opalka Papier und Bleistift bzw. Tusche zum Fortschreiben dieses gewaltigen Gesamtkunstwerks – es entstehen sogenannte „Reisekarten“ bzw. „Reisezeichnungen“. Jedes Gemälde bzw. jede Zeichnung knüpft dort an, wo die vorherige aufgehört hat. Je nach Intensität des Farbauftrags entsteht so ein vibrierendes, lebendiges Zifferngewebe vor den Augen des Betrachters. Durch diese streng konzeptuelle Haltung sind Lebenszeit und Arbeitszeit im Werk Opalkas miteinander verschmolzen: Durch die systematische Entwicklung und Materialisierung seiner Idee gelingt es ihm, Zeit sichtbar zu machen und den Betrachter mit der Frage von Zeitlichkeit zu konfrontieren. „Ein einziges Konzept, eine einzige Farbe, ein einziges Bild: Mein Vorgehen ist das minimalste des Minimalen; aber es geht um das Leben, seine Umsetzung in ein Werk, seine Verkörperung für eine maximale Kunst: die Zeit eines Daseins ohne Wiederholung und ohne Umkehr. Niemals das gleiche Bild, niemals die gleiche Fotografie, allezeit die Verschiedenheit; das Leben verzehrt sich, das Bewußtsein verstärkt sich.“ Die Konsequenz, mit der Roman Opalka sein Konzept beibehält, ist dabei absolut einzigartig: die Zeit selbst rinnt durch seine Bilder, sein Werk erfüllt sich im unendlichen Fortlaufen der Zeit.Estimate 60,000 – 70,000 euro. Karl und Faber. 07/14/21. Sold 64,000 euro

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